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Ulrike Anders, Mitglied der Stadtverordnetenversammlung Jüterbog, Fraktion Die Linke

Stadt Jüterbog: Mehr Miteinander – mehr Ergebnisse

Johannes Klemt
Dr. Ulrike Anders
Das Foto zeigt Dr. Ulrike Anders.

Seit dem Amtsantritt der neuen Bürgermeisterin Christiane Lindner-Klopsch hat sich die Arbeitsweise in der Jüterboger Stadtverordnetenversammlung (SVV) spürbar verändert.

Die Zusammenarbeit zwischen Verwaltung und Stadtverordneten ist sachlicher, offener und stärker auf gemeinsame Lösungen ausgerichtet. Das zeigt sich an den zahlreichen Beschlüssen der vergangenen Monate – von Stadtentwicklung und Wohnungsbau über Bildung bis hin zu Verkehr und Digitalisierung. Die Verwaltung informiert regelmäßig über laufende Projekte und bindet die Stadtverordneten frühzeitig in Entscheidungen ein.

Aus unserer Sicht ist damit ein Politikstil eingezogen, der den Dialog wieder in den Mittelpunkt stellt. Die Bürgermeisterin versucht, die Stadtverordneten auch bei komplexen Themen mitzunehmen, unterschiedliche Positionen zusammenzuführen und gemeinsam tragfähige Lösungen zu entwickeln. Das sorgt für mehr Transparenz und stärkt das Vertrauen in die kommunalpolitische Arbeit.

Natürlich läuft nicht alles reibungslos. Manche Themen müssen differenziert und sorgfältig betrachtet werden – das ist schließlich der Kern der Demokratie. Gerade bei wichtigen Infrastrukturprojekten steht die Verwaltung weiterhin vor großen Herausforderungen. So verzögert sich der Straßenbau am Neumarkt unter anderem durch unerwartete Probleme an der Gründung der Nuthebrücke. Hier wünschen wir uns stellenweise eine noch transparentere Kommunikation über Zeitpläne und Schwierigkeiten.

Auch bei den geplanten Kitaum- und Neubauten sowie der dringend benötigten Sanierung der Lindenschule gibt es Verzögerungen. Ursache sind unterschiedliche Auffassungen zwischen Landkreis und Stadt über die planungsrechtlichen Voraussetzungen. Mit eigenen Bebauungsplänen will die Stadt die Entscheidungen stärker in kommunale Verantwortung holen und die Projekte voranbringen. Dieser Weg wird allerdings ebenfalls mindestens ein Jahr zusätzliche Zeit in Anspruch nehmen.

Entscheidend ist für uns, dass Probleme nicht unter den Teppich gekehrt, sondern offen benannt und diskutiert werden. Nicht jede Entscheidung fällt leicht und nicht jedes Vorhaben lässt sich sofort umsetzen. Dennoch entsteht der Eindruck, dass wieder gemeinsam an Lösungen gearbeitet wird, statt dass Projekte an persönlichen Konflikten oder mangelnder Kommunikation scheitern.

Nach den ersten Monaten lässt sich deshalb ein positives Zwischenfazit ziehen: Die politische Kultur in Jüterbog hat sich verändert. Mehr Miteinander, mehr Transparenz und eine konstruktive Zusammenarbeit sorgen dafür, dass die SVV wieder stärker als gemeinsames Gremium für die Entwicklung unserer Stadt arbeitet. Das ist eine gute Grundlage, um die anstehenden Aufgaben erfolgreich anzugehen.