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Phieby Skadow, Mitglied des Kreisvorstandes

Politik ist nicht männlich – Frauen in die Parlamente!

privat
Phieby Skadow
Das Foto zeigt Phieby Skadow.

Nach den größtenteils bitteren Wahlabenden im September geht die AfD als große Siegerin hervor. In allen drei Bundesländern konnte die rechtspopulistische, in Teilen rechtsextreme Partei an Zustimmung gewinnen, insbesondere bei männlichen, aber auch bei weiblichen Wählenden. Insgesamt stimmten in Sachsen-Anhalt 40 Prozent der Frauen für die AfD, in Mecklenburg-Vorpommern waren es 33 Prozent und schließlich in Berlin konnte die AfD 13 Prozent der weiblichen Stimmen auf sich vereinen.

Doch ein Blick auf die neuen Landtagsfraktionen zeigt einen deutlichen Widerspruch: Obwohl die AfD immer mehr von Frauen gewählt wird, sind Frauen in ihren Fraktionen kaum vertreten. In Mecklenburg-Vorpommern ziehen sechs Frauen für die AfD in den Schweriner Landtag ein, damit liegt der Frauenanteil bei knapp 19 Prozent. Im Berliner Abgeordnetenhaus werden künftig vier Frauen für die AfD sitzen, sodass sie einen Frauenanteil von knapp 14 Prozent haben werden. Besonders drastisch ist die Situation in Sachsen-Anhalt: Von insgesamt 39 Abgeordneten sind gerade einmal zwei Frauen im kommenden Landtag, der Frauenanteil liegt damit bei nur 5,1 Prozent.

Damit setzt sich ein bekanntes Muster fort: Die AfD bleibt weiterhin eine Partei, in deren parlamentarischen Strukturen weibliche Personen deutlich unterrepräsentiert sind. Das ist wenig überraschend, denn die meisten Frauen wollen im Gegensatz zur AfD keine frauenfeindliche Politik. Genau hier setzt Die Linke einen bewussten Gegenentwurf. Mit bundesweiten Mindestquotierungsregelungen schafft sie Strukturen, die Frauen eine gleichberechtigte Chance auf politische Teilhabe ermöglichen. Das findet sich in den drei neu gewählten Parlamenten wieder, in allen drei Ländern liegt der Frauenanteil der Linken Abgeordneten zwischen 50 und 60 Prozent.

Doch für uns ist eine Mindestquotierung mehr als eine reine Formalität: Politische Gleichberechtigung muss organisiert, eingefordert und umgesetzt werden. Parlamente müssen die Gesellschaft in ihrer Vielfalt widerspiegeln. Denn Repräsentation ist kein Geschenk, sie ist ein demokratisches Recht.

Deshalb gilt: Politik ist nicht männlich. Frauen gehören in die Parlamente und wir kämpfen dafür, dass sie dort gleichberechtigt vertreten sind!