Der Frauen(kampf)tag - ein Tag des Feminismus - auch im 21. Jahrhundert
Am 8. März haben unsere Genossinnen und Genossen in Ludwigsfelde, Luckenwalde und Jüterbog den Internationalen Frauentag genutzt, um zusammenzukommen, gemeinsam zu essen und miteinander ins Gespräch zu kommen. Im Mittelpunkt stand dabei der anhaltende Kampf um echte Gleichstellung im 21. Jahrhundert. Der Frauentag ist für uns nicht nur ein Anlass des Austauschs, sondern auch ein Tag der Solidarität und des gemeinsamen politischen Engagements.
Der Internationale Frauentag ist jedoch weit mehr als ein symbolischer Feiertag. Seine Wurzeln liegen in den Kämpfen der Arbeiterinnenbewegung des frühen 20. Jahrhunderts. Frauen kämpften für bessere Arbeitsbedingungen, politische Mitbestimmung und das Frauenwahlrecht. Einen entscheidenden Impuls gab 1910 die sozialistische Politikerin Clara Zetkin auf der internationalen sozialistischen Frauenkonferenz in Kopenhagen, als sie einen weltweiten Frauentag vorschlug. Bereits 1911 wurde dieser in mehreren europäischen Ländern erstmals begangen.
Während der Zeit des Nationalsozialismus wurde der Frauentag verboten, da er eng mit der sozialistischen Arbeiterinnenbewegung verbunden war. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde er besonders in sozialistischen Staaten wieder aufgegriffen und als politischer Kampftag der Frauen begangen. Seit 1975, dem Internationalen Jahr der Frau, wird der 8. März auch von den Vereinten Nationen als internationaler Gedenk- und Aktionstag anerkannt.
Auch heute ist Gleichstellung noch nicht erreicht. Die moderne feministische Bewegung im 21. Jahrhundert beschäftigt sich daher neben gleichen Rechten im Beruf auch mit Fragen struktureller Diskriminierung, Gewalt gegen Frauen, reproduktiver Selbstbestimmung sowie der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Gleichzeitig rücken unterschiedliche Lebensrealitäten stärker in den Blick – etwa die Erfahrungen von Frauen verschiedener sozialer Herkunft, kultureller Hintergründe oder sexueller Identitäten.
Der Internationale Frauentag erinnert uns daran, dass Gleichberechtigung nicht geschenkt wird, sondern erkämpft werden muss. Er ist ein Tag der Solidarität und zugleich ein politischer Auftrag, sich weiterhin entschlossen für die Rechte und die Gleichstellung von Frauen einzusetzen.
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