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Robert Kosin, Geschäftsführer des Kreisverbandes

Erinnern heißt handeln

privat
Gedenken an Rosa Luxemburg
Das Foto ist eine Bildcollage aus der Außenansicht des ehemaligen Lazaretts in Wünsdorf sowie an der dort an der Außenfassade angebrachte Erinnerungstafel für Rosa Luxemburg.

Rosa Luxemburg gehört zu den mutigsten und klarsichtigsten Stimmen der internationalen Arbeiter*innenbewegung. Ihr Einsatz für Frieden, Demokratie und soziale Gerechtigkeit wirkt bis heute nach. Ihr Denken zwingt uns, die Welt nicht hinzunehmen, wie sie ist, sondern sie zu verändern.

Gerade in Zeiten wachsender sozialer Spaltung, rechter Angriffe und globaler Krisen bleibt Luxemburgs Vermächtnis ein Auftrag an die Gegenwart.

Geboren 1871 in Zamość, aufgewachsen in Warschau und politisch beheimatet in der internationalen Arbeiter* innenbewegung, kämpfte sie kompromisslos gegen Militarismus und Krieg, ebenso wie gegen die Auswüchse des Kapitalismus.

Gemeinsam mit Karl Liebknecht wurde Rosa Luxemburg am 15. Januar 1919 in Berlin von Freikorps-Soldaten verschleppt und ermordet. Während Liebknechts Leichnam noch in derselben Nacht aufgefunden wurde, blieb Rosa Luxemburg verschwunden – bis zum 1. Juni, als ihr Körper im Berliner Landwehrkanal entdeckt wurde. Von dort kam er in einen Kellerraum des Lazaretts nach Wünsdorf, bevor Rosa Luxemburg am 13. Juni 1919 schließlich in der Gedenkstätte der Sozialisten in Berlin-Friedrichsfelde beigesetzt wurde – einem Ort, der bis heute Mahnung und Versprechen zugleich ist, das zentrale Symbol des antifaschistischen und sozialistischen Gedenkens.

Jedes Jahr am zweiten Sonntag im Januar versammeln sich dort Tausende, um ihrer zu gedenken. Doch das traditionelle Gedenken steht 2026 unter Druck: Das Bezirksamt Lichtenberg versucht, das Gedenken mit Verweis auf eine Baustelle auf dem Vorplatz der Anlage zu untersagen. Ein Vorwand, um ein jahrzehntelanges Gedenken zu erschweren – und der Fragen aufwirft zur Haltung gegenüber linker Erinnerungskultur.

Gerade in Zeiten des Rechtsrucks ist es wichtig, dem Versuch der Einschränkung von Gedenken und politischer Tradition solidarisch entgegenzutreten. Das Gedenken in Berlin muss stattfinden.

Auch in Teltow-Fläming wollen wir an Rosa Luxemburg erinnern – nicht nur als Opfer politischer Gewalt, sondern als Quelle politischer Inspiration. Ihre Forderung nach Solidarität und ihr unerschütterlicher Humanismus bleiben Leitlinien linker Politik.

Der Kreisverband Die Linke Teltow-Fläming lädt deshalb herzlich zur Gedenkveranstaltung ein:

Gedenken an Rosa Luxemburg

Samstag, 17.01. 2026, 10:00 Uhr

Treffpunkt: Parkplatz Am Bürgerhaus, Wünsdorf, von dort gehen wir gemeinsam zum Ort der Gedenktafel.

Dass ihr Traum einer gerechten, friedlichen Gesellschaft weiterlebt.