11. Februar 2009

Leserbrief zur MAZ vom 11.02.2009 "Sozial"

Michael Maurer

Es freut uns zu lesen das der Kommentator völlig richtig die Dimensionen des Problems "Kosten der Unterkunft" (KdU), die ja nur ein Teil des Verarmungsprogramms namens "Hartz IV" darstellen, erkannt hat. Schließlich ist die Wohnung eines Bürgers ein sogar vom Grundgesetz geschütztes Gut.

Irreführend finden wir es das der Kommentar den Eindruck erweckt das "der SPD-Abgeordnete Detlev von der Heide" der Einzige gewesen sei dem angesichts der völlig unzureichenden KdU-Richtlinie die Sorgenfalten auf der Stirn erschienen seien.

Hat der Kommentator vergessen das im Sommer des Jahres 2004 hunderttausende Bürger auf die Straße gingen um gegen "Hartz IV" zu protestieren? Spitzenpersonal der "Hartz-Partei" SPD, wie z.B. Günther Baaske tourten im Landtags-Wahlkampf 2004 durch die Lande und rechneten den Bürgern vor wie gut man von "Hartz IV" leben könne.

Man möge bedenken, wir haben nun das Jahr 2009 und seit Inkrafttreten von "Hartz IV" sind 5 Jahre vergangen, Wahlen stehen bevor und das Personal der "Hartz-Partei" SPD möchte wieder gewählt werden. Doch zur "Ehrenrettung" der SPD sei gesagt das sie nicht die einzige Partei war die zur Etablierung der flächendeckenden Armut, und somit zur Kürzung der wachstumsbedingten Bedarfe von "Kindern in Hartz IV-Familien" ihren Beitrag geleistet hat. Der CDU und der FDP gingen damals die "Einschnitte nicht tief genug". Sie hätten gerne den Regelsatz von "Hartz IV" noch mehr gesenkt.

Wir, die Betroffenen müssen bis heute unglaubliche Diffamierungen ertragen und uns gegen offene Verstöße gegen geltendes Recht seitens der ARGEn wehren. Die Prozesse vor den Sozialgerichten sprechen Bände und sind doch nur die Spitze des Eisbergs, weil viele Menschen einfach nicht die Kraft haben sich zu wehren und sich resigniert in ihr, von den "Hartz-Parteien" zugewiesenes, Schicksal fügen.

Michael Maurer
Verein für soziale Selbstverteidigung e.V.